Ratgeber Zahnpflege

Ratgeber Zahnpflege

Gesunde und strahlend weiße Zähne bis ins hohe Alter erhalten, wer will das nicht? Um dieses Ziel zu erreichen sind 5 Bausteine unerlässlich. Diese Bausteine umfassen die Bereiche Ernährung, Allgemeingesundheit, Vorsorge, Zahnpflege und die Professionelle Zahnreinigung. Beachtet man diese 5 Punkte, erreicht man konsequent beste Zahngesundheit bis ins Seniorenalter. Ihre Zähne werden es Ihnen mit einem strahlenden Lächeln danken.

Baustein Ernährung

Die Ernährung gehört zu den wichtigsten Bausteinen einer guten Zahnprophylaxe. So weiß zum Beispiel jeder, dass zuckerhaltige Getränke wie Limonaden der Zahngesundheit nicht zuträglich sind. Die zuckerhaltigen Limonaden umspülen die Zähne und lassen dort Zahnbelag entstehen, der wiederum Karies-Bakterien als Grundlage dient. Die in den Säften enthaltenen Fruchtsäuren können den Zahnschmelz angreifen. Besser ist es, die Säfte mit Wasser zu verdünnen. Die wichtigste Grundfunktion der Zähne ist es allerdings die Nahrung im Mund zu zerkleinern. So zerkleinert ist die Verdauung im Magen leichter und die Nährstoffe können schneller aus den Lebensmitteln extrahiert werden. Fakt ist aber auch, die Zähne brauchen etwas zu tun, benötigen einen Widerstand. Wer also viel weiche Nahrung zu sich nimmt, die kaum gekaut, sondern eher hinunter geschlungen wird, vernachlässigt in gewisser Weise seine Zähne. Sinnvoll ist Nahrung, die den Zähnen etwas zu tun gibt, zum Beispiel Karotten oder hart gebackenes Knäckebrot. Kauen sollte man seine Speisen intensiv, nur so ist die optimale Aufnahme aller Mineralstoffe und Vitamine sichergestellt. Wasser ist für die Zähne das beste Lebensmittel. Getränke wie Tee und Kaffee können die Zähne unschön verfärben und werden zusätzlich häufig gesüßt genossen. Wegen der Karies-Gefahr sollte man nur selten Süßes verzehren. Wer auf Süßes nicht verzichten kann oder will, sollte auf mit Xylitzucker gesüßte Lebensmittel zurückgreifen. Der Xylitzucker hemmt das Wachstum der Karies-Bakterien und ist daher eine gute Alternative zum gewöhnlichen Haushalts-Zucker, der die Bakterien geradezu kultiviert.

  • Feste Nahrung wie Rohkost, Knäckebrot
  • Nahrung intensiv kauen
  • Süße durch Xylitzucker hemmt Karies
  • Seltener Verzehr von Limonaden und Fruchtsäften

Baustein körperliche Gesundheit

Auch die allgemeine Gesundheit spielt eine Rolle bei der Zahngesundheit. So zeigen sich Mangelerscheinungen häufig an den Zähnen oder am Gebiss. Bestimmte Erkrankungen erhöhen das Risiko von Zahnerkrankungen, manchmal auch bedingt durch Medikamentengabe. So können Eisenpräparate die Zähne unschön verfärben und andere Medikamente zu Trockenheit im Mund führen, was wiederum für die Mundhygiene Folgen haben kann.

Schwangere, die nicht optimal mit Mineralstoffen versorgt sind, klagen über einen verschlechterten Zustand der Zähne nach der Schwangerschaft.

Unbestritten ist mittlerweile auch, dass Probleme an den Zähnen ganz unterschiedliche Manifestationen auch an anderen Stellen des Körpers zur Folge haben können. Eine gute Zahngesundheit ist deshalb nicht nur aus ästhetischer Sicht notwendig, sondern ebenso für den gesundheitlichen Allgemeinzustand unerlässlich.

  • Einige Medikamente haben Auswirkungen auf die Zähne
  • Mangelzustände vermeiden und auf optimale Mineralstoffversorgung achten
  • Allgemeine Gesundheit und eine gute Zahngesundheit bedingen sich gegenseitig

Baustein Vorsorge

Die regelmäßige Vorsorge beim Zahnarzt ist unerlässlich. Der Zahnarzt sollte hierbei als Experte in allen Fragen rund um den Zahn, den Kauapparat und den Kiefer verstanden werden. Mindestens einmal jährlich sollte man zur Untersuchung zum Zahnarzt gehen. Besonders wichtig dabei ist es, den Besuch in der Praxis im Bonusheft dokumentieren zu lassen. Kann man dann im Bedarfsfall die lückenlose Führung des Bonushefts von 5 oder sogar 10 Jahren nachweisen, ist mit einem ordentlichen Bonus auf die Kosten der Zahnbehandlung neben dem Festkostenzuschuss zu rechnen. Nebenbei werden durch den regelmäßigen Besuch bei einem Zahnarzt etwaige Zahnerkrankungen, Fehlstellungen oder Karieslöcher frühzeitig entdeckt. Die darauf folgende Therapie beseitigt die Zahnprobleme meist vollständig und mit geringen Kosten.

Zusätzlich leitet der Zahnarzt zur richtigen Zahnpflege an. Er erklärt und zeigt bei Bedarf die richtige Putztechnik oder die korrekte Anwendung von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten.

Wer bereits Schmerzen oder andere Einschränkungen hat, sollte umgehend einen Termin beim nächsten Zahnarzt machen. Handelt man nicht oder zu spät, droht Zahnverlust, der kostspieligen Zahnersatz nach sich ziehen kann.

  • 1 x jährlich zur Untersuchung zum Zahnarzt
  • Bonusheft lückenlos führen
  • Bei Schmerzen und Zahnproblemen sofort zum Zahnarzt

Baustein Zahnpflege

Zahnpflege bedeutet heutzutage nicht mehr nur Zähneputzen. Auf dem Markt finden sich Handzahnbürsten, elektrische Zahnbürsten, Ultraschallbürsten und diverse Kosmetika, wie Zahnpasten, Mundwasser, Bleichmittel und Spezialpflegemittel. Sinnvolles von Sinnlosem zu unterscheiden fällt bei der Fülle des Angebots mitunter schwer. Fragen Sie am besten Ihren Zahnarzt bei der jährlichen Kontrolle nach den für Sie am besten geeigneten Zahnpflegeprodukten. Ihr Zahnarzt kennt den Zahnstatus und die Anforderungen Ihrer Zähne bestens und wird ihnen sinnvolle Tipps geben können.

Die richtige Putztechnik zeigt bei Bedarf ebenfalls der Zahnarzt. Allgemein kann man sagen, dass man vom Roten zum Weißen putzt, also vom Zahnfleisch zum Zahn. Auf diese Weise wird das Zahnfleisch massiert und der der Zahnfleischrand, an dem sich besonders leicht Speisereste zu einer sogenannten Plaque, einem Zahnbelag, entwickeln, gesäubert. Verwenden sollte man Zahnpasten, die nicht zu stark abrasive Putzkörper enthalten. Wendet man solche Pasten zu häufig an, kann der Zahnschmelz geschädigt werden. Bestimmte Spezialfluids helfen wiederum den Zahnschmelz zu stärken. Ob man eine Handzahnbürste verwendet oder lieber auf das elektrische Modell zurückgreift, ist Geschmackssache. In jedem Fall ist das Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste schneller und effektiver als per Hand möglich.

Neben dem richtigen Putzen mit der geeigneten Bürste und entsprechender Zahnpaste ist die regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume ein wesentlicher Aspekt der Zahnpflege. Hier in dem schmalen Raum zwischen den einzelnen Zähnen und am Zahnfleischsaum kommt es zur Anlagerung von Speiseresten. Diese wiederum bilden die Grundlage für Bakterien, die Zahnbelag verursachen. Dieser Zahnbelag kann sich zu unschönem Zahnstein verfärben und an den Zähnen festsetzen. Die Zahnbürste erreicht diese Stellen nicht. Für eine optimale Reinigung der Zahnzwischenräume kann man Bürsten oder Zahnseide verwenden. Die Bürsten lassen sich leichter anwenden und sind schon gebrauchsfertig. Ein kleines Piktogramm zeigt zudem auf der Verpackung die richtige Anwendung der Zahnzwischenraumbürsten. Wer Zahnseide benutzen möchte, benötigt Auskunft über die richtige Technik. Der Zahnarzt hilft auch in allen Belangen zur Zahnpflege und zeigt im Bedarfsfall, wie man die Zahnseide, ohne die Zähne oder das Zahnfleisch zu verletzen, durch die Zwischenräume führt. Auch hier ist es eine Geschmacksfrage, ob man Bürsten oder Zahnseide bevorzugt, wichtig ist nur, dass man die Zahnzwischenräume regelmäßig reinigt.

Mundwasser kann man verwenden, muss man in den meisten Fällen jedoch gar nicht. Hierzu kann man sich in der Apotheke oder beim Zahnarzt erkundigen. Denn um einen wirksamen Effekt zum Beispiel gegen Bakterien wie Karies oder Parodontose, die Zahnschäden oder Zahnfleischerkrankungen verursachen, helfen nur bestimmte Inhaltsstoffe. Die Dosierung spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle für die Wirksamkeit des Mundwassers.

Auch bei Problemen mit Mundgeruch sollte man sich beim Zahnarzt beraten lassen. Mundgeruch kann auch Symptom anderer Erkrankungen sein und sollte deshalb in seiner Ursache von einem Mediziner abgeklärt werden.

Die Finger lassen sollte man auch von Bleichmitteln, die man zu Hause anwendet. Besser ist es, sich die Zähne professionell beim Zahnarzt aufhellen zu lassen. Das ist zwar deutlich teuerer, dafür wird die Behandlung aber sicher, professionell und gleichmäßig ausgeführt. Bei der Behandlung zu Hause ist das Ergebnis offen und wird erst nach Ende der Anwendung sichtbar. Durch zu lange Einwirkung können zudem Zahnschäden entstehen und in der Folge statt zu schöneren zu verfärbten Zähnen führen. Damit es gar nicht erst zur Notwendigkeit einer Aufhellung kommt, kann man die Professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt einmal jährlich durchführen lassen.

  • Richtige Putztechnik anwenden
  • Zahnzwischenräume regelmäßig reinigen
  • Zusatzbedarf Aufhellung, Mundwasser und Spezialfluids beim Zahnarzt klären

Baustein Professionelle Zahnreinigung

Die in Kurzform PZR genannte Professionelle Zahnreinigung ist eine medizinische Zahnbehandlung beim Zahnarzt. Sie umfasst eine intensive Reinigung der Zähne, Säume, Zwischenräume und Zahnfleischtaschen. Mit speziellen Instrumenten werden Zahnstein und entstandene Verfärbungen der Zähne schonend abgetragen. Das Ergebnis sind strahlend schöne und optimal gereinigte Zähne, die, wenn man mit der Zunge darüber fährt, herrlich glatt sind. Wer seine Zähne bis ins hohe Alter erhalten will, sollte einmal jährlich die PZR beim Zahnarzt durchführen lassen.

  • Einmal jährlich zur PZR beim Zahnarzt
  • Strahlend weiße Zähne bis ins hohe Alter