Steigende Nachfrage nach Zahnimplantaten

Immer öfter entscheiden sich Zahnarztpatienten für hochwertige Implantate, wie die Deutsche Gesellschaft für Implantologie nun berichtet. Die künstliche Zahnwurzel bringt zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Lösungen mit sich – jedoch auch höhere Kosten.

Den aktuellen Zahlen zufolge wurden im Jahr 1999 380.000 Implantate eingesetzt, 2011 waren es bereits eine Million künstlicher Zahnwurzeln. Tendenz steigend. Der meist aus Titan angefertigte Stift wird fest im Kieferknochen verankert, auf dem Implantat selbst wird anschließend der eigentliche Zahnersatz, etwa Brücken oder Prothesen befestigt. Wenn ein Zahn durch einen Unfall verloren geht oder infolge mangelnder Zahnhygiene gezogen werden muss, kommen implantatgestützte Brücken infrage. Auch wenn eine Prothese schlecht sitzt oder Schmerzen verursacht, können Implantate eingesetzt werden. Studien haben gezeigt, dass Patienten mit Implantaten zufriedener sind als mit herausnehmbarem Zahnersatz. Viele berichten, dass eine implantatgestützte Krone besser sitzt und besseres Kauen ermöglicht. Ein weiterer Vorteil: Die benachbarten Zähne nehmen keinen Schaden. Während bei der klassischen Brücke der betroffene Zahn sowie die benachbarten Zähne abgeschliffen werden müssen, geht bei einem Implantat keine gesunde Zahnsubstanz verloren. Auch in Sachen Haltbarkeit können Implantate punkten, sie können bis zu zehn Jahre im Mund verbleiben, vor allem bei einzelnen Zähnen sind die Langzeitresultate gut. Implantate werden außerdem als wertiger wahrgenommen als herausnehmbare Prothesen, ein Komfort, der sich auch im Preis niederschlägt.

Erstattung bei Implantaten – Kleingedrucktes lesen

Pro Implantat werden zwischen 1.800 und 3.000 Euro fällig, hinzukommen die Kosten für den eigentlichen Zahnersatz. Wird eine implantatgestützte Prothese mit Knochenaufbau angefertigt, können sich die Gesamtkosten auf bis zu 25.000 Euro summieren, ein Preis, der vor allem dem großen Aufwand und den hochwertigen Materialien geschuldet ist. Implantate gelten bei den gesetzlichen Kassen als „andersartiger Zahnersatz“. Bei einem Einzelzahnimplantat im Seitenzahnbereich bezahlt die GKV einen Festzuschuss zwischen 288,24 und 374,71 Euro, in Härtefällen kann dieser Betrag verdoppelt werden. Für ein lückenlos geführtes Bonusheft kann der Festzuschuss um bis zu 30 Prozent erhöht werden. Die restlichen Kosten müssen jedoch aus eigener Tasche beglichen werden. Wer diesen Kosten mit einer Zahnzusatzversicherung entgegenwirken möchte, sollte vor Vertragsabschluss besonders auf die Konditionen sowie das Erstattungssystem achten. Im Idealfall wird ein prozentualer Anteil von der Gesamtrechnung übernommen, die Erstattung sollte in jedem Fall unabhängig vom Festzuschuss der Kasse erfolgen. Die denkbar schlechte Alternative besteht in der Verdopplung der Kassenleistung. Bei Auswahl geeigneter Tarife sollten Kunden darauf achten, dass Implantate erstattet werden. Dabei sollte es keinerlei Einschränkungen in Sachen Anzahl und Erstattungshöhe geben. Außerdem wichtig: Auch die Leistung für den Knochenaufbau sollte mitversichert sein.